KINDERVEREINIGUNG HOHEN NEUENDORF e.V.

Angebote für Familien seit 1992

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Wie kommt mein Kind da durch?

Im Verlauf des Kitalebens unserer Kinder sind so manche Übergänge zu vollziehen. Auf die Wichtigsten wollen wir hier noch kurz eingehen:

- Vom Elternhaus in die Kita

Die Kita orientiert sich an einer Eingewöhnungszeit von ca.4 Wochen in denen ihr oder eine andere wichtige Bezugsperson euer Kind im Sinne einer sanften Eingewöhnung begleitet. Am Anfang mit euch zusammen eine kurze Zeit, dann länger und immer öfter auch ohne euch. Die Eingewöhnung ist gelungen, wenn der/die Erzieher/in zur Bindungsperson eures Kindes in der Kita geworden ist.

-Vom Zwergenbereich in den offenen Bereich

Zeigt ein Kind Mut und Selbstbewusstsein, den Zwergenbereich zu verlassen, wird es durch eine/n Erzieher/in aus dem offenen Bereich feinfühlig und liebevoll aufgenommen und begleitet. Dabei gibt das Kind das Tempo an, auch in der Art und Weise mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen und die Funktionsräume für sich zu erkunden. Wenn auch hier das Kind die Bestätigung seiner Bedürfnisse erfährt und zu der begleitenden Erzieherin eine Bindung aufgebaut hat, kann es souverän in der gesamten Kita aktiv werden. Die Teilnahme an den Morgenkreisen im offenen Bereich begünstigt den Prozess des allmählichen Übergangs.

- Von der Kita in die Grundschule

Die Kinder erleben den Übergang vom Kindergartenkind zum Schulkind als wichtige Veränderung und kommen damit vorab schon durch das Miterleben bei anderen Kindern
unmittelbar in Berührung.
Die Kinder werden von den Erzieher/innen bestärkt in derzeitigen und zukünftigen Situationen selbstbestimmt, sozial kompetent und kreativ zu handeln. Dies ist eine der wichtigsten Voraussetzung für den Übergang in die Grundschule.
Die in der Kita, aber auch in der Familie erworbenen Kompetenzen, geben dem Kind Sicherheit, die neuen Herausforderungen mit Selbstvertrauen und Motivation zu meistern.
Wir erachten es für sehr wichtig, dass die Kinder im Vorfeld eine Grundschule kennenlernen.
Sie erleben als „Schüler" eine Unterrichtsstunde, erleben die Schüler, Lehrer, Erzieher und den Hausmeister, das Schulgebäude, die Turnhalle und den Schulhof.
Wir möchten, dass jedes Kind unsere Einrichtung verlässt, verbunden mit der Lebens-(Beziehungs-) erfahrung: mein/e Erzieher/in hat mich gemocht, er/sie hat mir vieles zugetraut und mir Verantwortung übertragen. Ich konnte mich anlehnen und durch ein „nein" abgrenzen, Fehlschläge wurden als „normal" gesehen und ich bin getröstet worden.
Die Erzieher/innen suchen das intensive Gespräch mit den Eltern und der Grundschule, standardisierte Entwicklungsbögen zur Schulfähigkeit werden in der Kita Krümelkiste als unzureichend abgelehnt.

- Beobachten und Dokumentieren

Zu einer der wesentlichen Aufgaben der Kita gehört die Beobachtung jedes Kindes, um Lebensthemen und den Entwicklungsverlauf der Kinder zu erfassen.
Kurz, die Selbstbildung sichtbar zu machen.
Durch das Beobachten jedes einzelnen Kindes in regelmäßigen Abständen sind die Erzieher/innen aussagefähig zum Entwicklungsstand bzw. –verlauf jedes Kindes. Im Gespräch mit dem Kind kann Wahrgenommenes hinterfragt werden und somit für Transparenz des Bildungsprozesses gesorgt werden. Das macht der/die jeweilige Bezugserzieher/in als primäre/r Ansprechpartner/in für das Kind und seine Eltern.
Die Analyse der Beobachtungen bezieht sich auf Fragen wie: welches Engagement oder Interesse ist sichtbar, wie hält das Kind den Herausforderungen stand, wie drückt es sich aus und woran ist seine Mitwirkung in einer Lerngemeinschaft erkennbar? Dahinter stecken die notwendig werdenden Kompetenzen des Kindes (Ich-, Sozial- Sach- und Lernmethodische Kompetenz). Der fachliche Austausch im Team über die einzelnen Kinder erfolgt regelmäßig.
Die Beobachtungen und deren Analyse sind die Grundlage für die Entwicklungsgespräche, welche die Bezugserzieher/innen mit dem jeweiligen Kind und den Eltern führt und münden in eine große Bildungsgeschichte, die das Kind 1x im Jahr von seinem/r Bezugserzieher/in erhält. Diese große Bildungsgeschichte ist Bestandteil eines sogenannten Bildungsbuches/Portfolio oder Buch des Kindes.
Jedes Kind gestaltet sich sein Bildungsbuch nach eigenen Vorstellungen und gibt diesem Buch einen Namen. Weiterhin enthalten sind Selbstzeugnisse des Kindes, die sogenannten „Goldkörner", kleine Lerngeschichten von ErzieherInnen oder Eltern und Notizen von den 2x jährlich stattfindenden Bildungsinterviews.
Jedes Kind unserer Einrichtung erhält die Möglichkeit, seine Kitazeit von der Eingewöhnungsphase bis zur Einschulung mit seinem Bildungsbuch/ Portfolio festzuhalten, um seine ganz persönlichen Entwicklungsschritte zu dokumentieren. Selbstbestimmt entscheiden die Kinder, wer berechtigt ist, hineinsehen zu dürfen und wer nicht. Selbstbestimmt entscheiden die Kinder, was an wichtigen Produkten, Zeichnungen, Kommentaren, Aufnahmen hineinsortiert und später wieder aussortiert wird. Das Bildungsbuch verdeutlicht dem Kind seine Potenziale und lässt Fragen entstehen, die nach Antworten verlangen: „Was kann ich schon?" oder „Was will ich noch lernen?"
Über das Bildungsbuch können Eltern - Kind, ErzieherIn - Kind, Kind - Kind, Eltern - ErzieherIn gleichermaßen ins Gespräch kommen und Rückschlüsse ziehen, welche Entwicklungswege beschritten wurden.

 

KONTAKT

Ines Nowack Kitaleitung

KITA KRÜMELKISTE BORGSDORF

Rosenstraße 50
16556 Borgsdorf
Tel. 03303/ 21 16 20
E-Mail: kita@kruemelkiste-borgsdorf.de

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag
6:00 -17:00 Uhr

Elternsprechzeit:

Dienstag 13:00 - 17:00 Uhr
und nach Vereinbarung


Kooperationspartner

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