KINDERVEREINIGUNG HOHEN NEUENDORF e.V.

Angebote für Familien seit 1992

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Unsere Bereiche und Räume

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"Das Kind anregen zu müssen, das glauben wir nur, weil wir zu wenig Ahnung davon haben,was jeder Mensch an Entfaltungsmöglichkeiten mit auf die Welt bringt." Heinrich Jacoby


Die Räume im Kleinkindbereich

Um dem besonderen Fürsorgeanspruch und dem intensiveren Bindungsbedürfnis der unter Dreijährigen gerecht zu werden, haben wir einen „Kleinkindbereich" als schützenden Rahmen für die optimale Entwicklung unserer kleinsten Kinder geschaffen. Hier gibt es zwei große Räume, mit viel Platz für Bewegung und zum Essen, sowie 3 kleinere Räume, die sowohl zum Bewegen anregen, als auch zum Rückzug bzw. zum Schlafen dienen.

Drei Kernmerkmale unserer Arbeit nach Emmi Pikler sind:

  • die autonome Bewegungsentwicklung,
  • das freie Spiel
  • die beziehungsvolle Pflege.

Damit sich Kinder frei und autonom bewegen können ist die Raumgestaltung der Entwicklung der Kinder angepasst. Einzelne Bereiche sind abgetrennt, damit die Kinder ungestört, entsprechend dem jeweiligen Entwicklungsstand und den natürlichen Bedürfnissen spielen, essen, ausruhen/schlafen... können. In Hinblick auf die Bewegungsentwicklung achten die Pädagog/innen darauf, dass sie diese nie direkt beeinflussen und ihr nicht vorgreifen. Die Kinder können Bewegungen immer wieder ausprobieren, bis sie sich selbst Neues zutrauen. Aus eigener Initiative ausgeführte Handlungen und Bewegungen spielen eine wesentliche Rolle beim Lernen sowie bei der Ausbildung des Körperschemas, der Entwicklung des Willens, der Ausdauer, beim Erlernen von Handlungsplanungen und dem Kennenlernen der Umwelt.

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Auch im Spiel haben die Kinder die Möglichkeit, sich als kompetent zu erleben, deshalb sorgen wir für eine entsprechende Umgebung, aber lenken das Spiel nicht. Das Spielzeug ist frei verfügbar und liegt in Reichweite. Als Spielsachen dienen u.a. einfache Gebrauchsgegenstände, wie Dosen, Pappkartons... Kinder sollen das spielen können, was sie möchten, solange und wie sie mögen. Spielen ist sowohl im Raum, als auch im Garten möglich (Ausnahme ist die Eingewöhnung).

„Wenn wir Erwachsene dem Kind unsere Spiele zeigen, es zur Nachahmung anhalten, bringen wir es um das, was für es das Wertvollste, das Wunderbarste beim Spiel ist: die Freude, neue Entdeckungen zu machen; wir nehmen ihm die Möglichkeit, selbständig, nach eigener Initiative zu handeln, die Welt besser kennenzulernen" Emmi Pikler
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Emmi Pikler hat der Qualität der Pflege eine große Bedeutung beigemessen und das Konzept der beziehungsvollen Pflege für Situationen des Wickelns, Badens, Anziehens und der Mahlzeiten entwickelt. Das Kind wird von Anfang an als aktiv teilnehmender Partner angesehen, dessen Signale von den Erwachsenen beachtet und als Ausdruck von Bedürfnissen angesehen werden. In unserer Kita agiert die Erzieherin mit dem Kind allein und kann ihm eine differenzierte, ungeteilte Aufmerksamkeit zuteil werden lassen. Sie geht dabei sanft vor, kommentiert alle Handlungen und ermöglicht die Teilnahme des Kindes unabhängig von dessen Alter.

Zum Lernen des eigenständigen Essens werden Kinder entsprechend ihres Entwicklungsstandes begleitet.
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Wickeltische sind durch Gitter gesichert, die einerseits Schutz bieten, aber auch dem Kind die Möglichkeit, eine Wickelposition zu wählen. Die Kinder können sich jederzeit ausruhen oder schlafen.
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„Behandeln wir das Kind nie mechanisch. Behandeln wir es nie wie einen leblosen Gegenstand, wie klein es auch sein mag. Nehmen wir Rücksicht! Zusammen, gemeinsam, lösen wir die Aufgaben: die Mutter die ihren, das Kind die seinen." Emmi Pikler

Die Räume im offenen Bereich

In unserem Haus befinden sich sogenannte Funktionsräume, die gleichzeitig Orientierungspunkte darstellen und jederzeit durch bestimmte, mit den Kindern erarbeitete Regeln frei zugänglich sind. In Absprache mit der jeweiligen ErzieherIn wird es den Kindern ermöglicht, auch ohne ständige Aufsicht der ErzieherInnen die Räume in Anspruch zu nehmen. Dadurch wollen wir den Kindern zum Einen Vertrauen entgegenbringen und zum Anderen sicherstellen, dass die Kinder eigenständig Erfahrungen sammeln und Lernprozesse organisieren können.

Der Bewegungsraum

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Bewegung á la Hengstenberg
Einfache Holzmaterialien die den kindlichen Forschungsdrang ernst nehmen und herausfordern, Kippelhölzer, Hocker, Balancierstangen, Wackelbretter, Hühner- und Stehleitern etc. werden von uns genutzt, damit sich die Kinder in den vielfältigsten Formen bewegen. Feste Spielregeln bilden dabei den Rahmen, in dem sich die Kinder erproben: barfuß; lass dir und den anderen Zeit; tu nur das, was du dir allein zutraust; nicht drängeln, schubsen, motzen.
Das Kind kann ohne Leistungsdruck seine Fähigkeiten erproben und neue Möglichkeiten entdecken, was nicht nur sein Bewegungsgeschick verbessert, sondern seine Kompetenzen in einem umfassenden psychomotorischen Sinn erweitert.
So entwickeln die Kinder Vertrauen in die eigene Geschicklichkeit, erleben: kreatives Tun bringt Freude, Konzentration lässt eine Aufgabe besser gelingen, Fehler dürfen gemacht werden und sind hilfreich.
Der Bewegungs- und Spielansatz von Elfriede Hengstenberg ist heute aktueller denn je.

Der Spielflur

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Ungestörtes Anziehen ohne Zeitdruck, aber auch die Unterstützung durch den Erwachsenen, wenn sie Hilfe benötigen erleben die Kinder auf dem Spielflur.
Das ungestörtes Spiel in strukturierten Spielecken ohne vorgegebenen Zweck und Bücherecken und die Möglichkeit Spiel-(Themen-)kisten auszuleihen, regen die Kreativität der Kinder an. Auf die Bewegung im Spielflur legen wir besonderen Wert, da bewegte Kinder sich selbst körperlich/geistig/emotional aktiv erleben und ihre Wahrnehmung sich erweitert. Sie finden hier Möglichkeiten vor, die einen sehr herausfordernden Charakter haben.

Der Gartenbereich

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Im Garten erweitern sich die Erfahrungsbereiche der Kinder durch:

  • Oben/Unten, aufgrund der Modellierungen des Bodens (Erdunebenheiten)
  • das Hin- und Herschaukeln,
  • das Transportieren schwerer Baumstämme o.ä.
  • die Fortbewegung mit entsprechend selbst ausgewählten Fahrzeugen
  • die sinnlichen Erfahrungen im Umgang mit Sand, Gras, Tieren, Holz ...
  • das Erleben von Wachsen, Gedeihen und Verwerten mit selbst angebauten Obst, Gemüse und Kräutern

Der Bootsraum

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Hier steht die kindorientierte Essenssituation (drinnen und draußen) im Mittelpunkt. Jedes Kind soll die Erfahrung machen, dass der Esstisch ein Ort der Freude und des Genießens ist. Die Bedürfnisse und Ressourcen der Kinder stehen an dabei an erster Stelle. Solange Kinder gesund und nicht krankhaft durch ihr Körpergewicht auffällig sind, können sich Erwachsene darauf verlassen, dass diese ihr Essverhalten selbstständig regulieren und so viel zu sich nehmen wie sie brauchen.Dabei ist das Angebot entscheidend, es soll sättigen, mit ausgewogener Kost. Kinder haben auch in Essenssituationen ein von Geburt an vorhandenes Interesse und Neugierde. Sie haben bei uns die Gelegenheit, zu erkennen, welche Speisen angeboten werden, da diese in Schüsseln auf den Esstisch gestellt werden. Die Kinder entscheiden, was und wie viel sie nehmen und in welcher Reihenfolge und tun sich selbstständig auf. Der begleitende Erwachsene kann die Kinder darauf hinweisen sich eine angemessen große Portion auf den Teller zu füllen mit der Option sich noch nach zu nehmen.
Wir wissen, dass zur Entwicklung der Kinder Phasen gehören, in der bestimmte Nahrung abgelehnt wird. Wir wissen auch, dass diese Phasen im Normalfall wieder enden und gehen gelassen damit um.
„Kinder können von Geburt an die Verantwortung für ihren Geschmack und Appetit übernehmen."

Jesper Juul

Vor und nach der Essenssituation können die Kinder hier auch Basteln und Spielen.

Der Bauraum

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Im Bauraum können die Kinder physikalische Gesetzmäßigkeiten kennen lernen und sie nehmen wahr, dass sie ihre Umwelt (mit-)gestalten können. Sie können mit anderen Kindern etwas bauen oder zerstören und machen so elementare materielle und soziale Erfahrungen.

Verbindung von Bau- und Fantasiespielen. Erst im letzten Jahr vor der Einschulung geht es beim Bauen und Konstruieren darum, ein bestimmtes Bauwerk fertig zu stellen.
Im SpSie begleiten ihre Bauaktivitäten häufig mit fantasievollen Geschichten und Spielen, d.h. es gibt eine enge iel mit den Gegenständen erwerben die Kinder vielfältiges Wissen: Sie relativieren zwischen groß-klein, eng-weit, machen räumliche Zuordnungen wie innen-außen, vorn-hinten, oben-unten (verschiedene Ebenen) und erwerben entsprechende Begriffe. Grundlegende Gesetze der Statik erfahren die Kinder, wenn sie mit unterschiedlichen Materialien bauen, insbesondere aber mit den Biber-Bausteinen. Das Material mit seiner Oberflächenbeschaffenheit, seiner Form und seinem Gewicht eröffnet jeweils spezifische Lösungen. In ihrem Spiel erfassen die Kinder derartige physikalische Gesetzmäßigkeiten intuitiv und handeln entsprechend.

Nebenräume

stehen in allen Bereichen zum Spielen oder Ausruhen zur Verfügung.
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Kooperationspartner

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