KINDERVEREINIGUNG HOHEN NEUENDORF e.V.

Angebote für Familien seit 1992

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Unser Flur wird gemalert oder In unserem inklusiven Sozialraum wird niemand ausgeschlossen.


"Bisher war es wichtig, dass jeder, der anders ist, die gleichen Rechte hat. In Zukunft wird es wichtig sein, dass jeder das gleiche Recht hat, anders zu sein."
Willem De Klerk, Friedensnobelpreisträger und ehemaliger Vizepräsident von Südafrika

Im April 2014 hat der Brandenburger Landtag eine Novelle des Kitagesetzes zur inklusiven Erziehung aller Kinder verabschiedet. Davon profitieren auch Kinder mit Behinderungen und deren Eltern. Das ist ein guter Schritt, aber Inklusion ist mehr. Inklusion ist die selbstverständliche und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung, von alten und jungen Menschen, mit und ohne Migrationshintergrund in allen gesellschaftlichen Bereichen. In einem inklusiven Sozialraum wird niemand ausgeschlossen.

Ziel unseres Projektes war es, viele „Berührungspunkte" zu schaffen, damit Inklusion gelingen kann. Deshalb wählten wir für für unsere Malerarbeiten eine Firma, in der Menschen, die in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt sind, ein ruhiges, entspanntes und anregendes Arbeitsumfeld für ihre berufliche Rehabilitation finden. Menschen, die auf Grund einer psychischen Erkrankung oder einer anderen Behinderung vorübergehend oder dauerhaft den Anforderungen unserer Leistungsgesellschaft nicht gerecht werden, können mithilfe von Angeboten zur beruflichen Rehabilitation wieder am  gesellschaftlichen Leben teilhaben. Die Kompetenzen der Mitarbeiter werden in dieser Firma berücksichtigt, gefördert und weiterentwickelt. So erleben sie eine hohe persönliche Wertschätzung und damit eine verbesserte Lebensqualität.

s.8 bild 3      s.8 bild 4

Und genau diese Rechnung ist aufgegangen: Viel Spaß hatten die Kinder auf der „Baustelle". Wir erlebten mit ihnen arbeitsreiche Tage. Die Kinder erlebten eine Situation, in der es nicht auffiel, dass Menschen anders sind, weil es normal ist, „anders" zu sein. Sie erlebten eine Situation, in der Menschen – ob mit Behinderung oder nicht – respektvoll und gleichberechtigt miteinander umgehen, in der Menschen mit Behinderungen ganz natürlich in alle Dinge des Lebens einbezogen sind, mit allen Rechten und Pflichten.
Sie erlebten eine Situation, in der man sich gegenseitig hilft, voneinander lernt, was wirklich wichtig ist im Leben. Erst solche gemeinsamen Erlebnisse ebnen die Wege zu einem Leben, das frei von Diskriminierung ist und stattdessen Teilhabe an allen gesellschaftlichen Prozessen garantieren.

Die Kinder gehen mit solchen Erlebnissen offen und selbstverständlich um, sie müssen nicht lernen, wie man sich beeinträchtigten Menschen gegenüber verhält. Sie müssen sich ihre Fähigkeit bewahren, Andersartigkeit als Normalität zu begreifen ...und da können wir viel von ihnen lernen und dürfen ihnen diese Fähigkeit nicht nehmen!

 

Kooperationspartner

unbenannt